Alibi-Beteiligung

Alibi-Beteiligung bezeichnet eine Situation, bei der zwar Bürger*innen in den Planungsprozess einbezogen werden, ihre Meinungen aber wenig Einfluss auf die endgültigen Entscheidungen haben. Es wird so getan, als ob ihre Beteiligung wichtig sei, in Wirklichkeit aber wird sie nicht berücksichtigt. Oft werden Bürger*innen einfach nur informiert und um ihre Meinung gebeten, ohne dass klar ist, was mit ihren Ideen geschieht. Das Problem daran ist, dass es den Eindruck erweckt, man dürfe mitentscheiden, obwohl das in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Bei solchen Prozessen wird Mitbestimmung eher als nervig empfunden und ihr Wert bleibt unklar. Manchmal geht es auch einfach darum, politische Entscheidungen abzusichern (indem man sagen kann, dass es eine Beteiligung gab). Oder es fehlt auch einfach an Wissen darüber, wie man gute Beteiligungsprozesse gestaltet.