Anträge
Auf dieser Seite zu entdecken
Gemeinsam mit dem Jugendrat könnt ihr euch mit Anträgen im Gemeinde- oder Bezirksbeirat aktiv politisch einmischen. Eure Ideen sind entscheidend, damit möglichst viele Bedarfe und Ideen von Jugendlichen gesehen werden.
Tipps für einen guten Antrag
Orientiert euch an dieser Gliederung, um bessere Chancen auf eine Genehmigung zu haben – damit aus einer Idee ein Projekt werden kann.
1. Problem / Missstand / Chance / Potenzial beschreiben
2. Idee formulieren
3. Gegenargumente vorwegnehmen
4. Groben Zeitplan skizzieren
5. Mit welchen Kosten rechnet ihr?
6. Wer sind eure Unterstützer*innen?
Entwickelt eure Idee mit dieser Antragsvorlage:
Argumentationen
Ihr habt eine Idee, könnt aber noch nicht alle Fragen der Antragsvorlage beantworten? Ihr sucht Argumente, die euren Antrag besser machen?
Mehrwert für alle
Argumentiert, dass von eurem Projekt auch viele andere Mitbürger*innen profitieren werden und nicht nur ihr etwas davon habt.
Leuchtturmprojekt
Eure Idee ist ganz neu? Dann argumentiert mit der Modellhaftigkeit und Innovation eures Vorhabens: ein tolles Leuchtturmprojekt für die Stadt!
Beispiele zeigen
Es kann hilfreich sein, Politik und Verwaltung bereits umgesetzte Projekte in anderen Städten zu zeigen. Denn: Was woanders funktioniert, kann auch in eurer Stadt funktionieren.
Zahlen und Fakten
Hinterlegt eure Idee mit Statistiken, Zahlen und Fakten – z. B. wie viele Jugendliche es in eurem Stadtviertel gibt, wie viele Dezibel stark der Verkehrslärm ist oder andere Daten, die euer Projekt unterstützen können. Viele Städte haben eigene Websites für Daten und Statistiken.
Fotos
Macht euren Antrag mit Fotos anschaulich – ein Foto sagt mehr als ein Straßenname. Benennt den genauen Ort in eurer Stadt, wo euer Projekt sein soll, oder wo ein Problem besonders drastisch zu sehen ist. Macht Fotos oder Fotoreihen vom aktuellen Zustand – das zeigt der Verwaltung, worum es geht.
Lärm
Ein beliebtes Argument der Stadt, um Projekte abzulehnen, ist neu entstehender Lärm. Für Autolärm gibt es viele Schallschutzlösungen, obwohl dieser sehr laut ist und zu großem Stress führen kann. Warum sollte es nicht auch für euer Projekt eine geben? In eurem Antrag könnt ihr eine Lösung vorschlagen oder ergänzen, dass ihr gemeinsam eine finden möchtet.
Sichtbarkeit, Unterstützer*innen und Presse
Sammelt (online) Unterschriften, macht Social-Media-Kampagnen! Je mehr Unterstützer*innen euer Projekt hat, desto stärker ist seine Wirkung. Sammelt Unterschriften, z. B. in eurer Nachbarschaft oder in eurem Jugendhaus. Erklärt eure Idee und geht auf die Fragen von Interessierten ein. Sprecht Gemeinderatsmitglieder, Jugendrät*innen, Amtsträger*innen oder Jugendagent*innen direkt an. Sucht euch einen Journalisten oder eine Journalistin, von dem oder der ihr schon mal einen guten Artikel gelesen habt. Schreibt ihn oder sie einfach an und erzählt eure Idee. Ein Artikel in der lokalen Zeitung erreicht viele Menschen und gibt eurem Projekt bei Politik und Verwaltung mehr Gewicht.
Testphase
Schlagt eine Testphase vor. Manchmal ist die Unsicherheit vor endgültigen Entscheidungen groß. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass euer Projekt nach der Testphase nicht genehmigt wird. So gebt ihr euch und der Verwaltung die Chance, Dinge auszuprobieren und daraus zu lernen.
Demografischer Wandel
Zwar darf in einigen Bundesländern bei Kommunalwahlen ab 16 Jahren gewählt werden, die Interessen von Jugendlichen sind im Gemeinderat aber trotzdem unterrepräsentiert. Das liegt daran, dass die Altersgruppe der Jugendlichen im Verhältnis zu anderen Altersgruppen eher klein ist. Deshalb werden auch in der Stadtplanung die Bedürfnisse junger Menschen oft nicht gehört. Argumentiert in eurem Antrag, dass euer Projekt gerade diesen unterrepräsentierten Altersgruppen zugutekommt und so eine inklusive Stadtentwicklung fördert. Denn niemanden betrifft die Stadt von morgen mehr als die Jugend von heute!
Ideenpool
Habt ihr noch keine Idee für einen Antrag? Überlegt, welche Bedarfe ihr habt oder was ihr in einer anderen Stadt gesehen habt, das ihr euch für eure Stadt wünscht.
Instrumente
- Jugend-Gutachten
- Phase 0
- Jurysitz bei Wettbewerben
- Runder Tisch in der Verwaltung
- Jugendbeteiligung im STEK
Konzepte, Strategien
- Potenzialkarte seitens der Verwaltung für jugendgerechte Orte
- Jugendkarte mit Orte für/von Jugendlichen
- Sport- und Aktionsflächen, Orte für Sport und Bewegung
- Umnutzung von Leerstand
- 3+30+300 Ansatz für urbanes Grün (empfohlen durch die UN Wirtschaftskommission)
- Karte mit Plätzen für Jugendliche, an denen sie sich nach 22 Uhr dort aufhalten dürfen
- Website/App für Jugendliche für Aktivitäten des Jugendrats und Veranstaltungen
- Trinkwasserbrunnen auf Plätzen
- Ausgewiesene Jugendaktionsflächen
- Kostenfreier Zugang zu Trinkwasser, WCs und WLAN in der Stadt
- Bei Neuplanungen verpflichtende konsumfreie öffentliche Orte
- Sitzmöglichkeiten im Stadtraum, Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum
- Überdachungen im öffentlichen Raum, witterungsgeschützte öffentliche Räume
- Musikboxen / Lautsprecher / Boombox zum andocken
- Lastenrad fürs Jugendhaus für Aktionen
- Pfandringe
- Lärmschutz für Skateparks
Beispielprojekte
Wie haben es andere Jugendräte gemacht?
- Bau eines Dirtparks mit Pumptrack
- Ausbau öffentlicher Wasserspender
- Pfandringe in Ansbach
- Klimanotstand in Düsseldorf
Fehlen euch Argumente, Ideen, Referenzprojekte?
Schreibt uns an: hallo@super-places.de