Über uns
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Schreibt uns eine Mail: hallo@super-places.de
Wie ist dieses Projekt entstanden?
Super Places entstand in einem koproduktiven Prozess mit Jugendlichen als Expert*innen. Sie begleiteten die gesamte Entwicklung – vom Projekttitel bis zu den Inhalten. In Workshops erkundeten wir ihre Perspektiven auf Stadt und digitale Medien. Parallel befragten wir Fachleute aus Stadtplanung und Jugendarbeit. Tests mit Jugendgemeinderäten zeigten: Junge Menschen wollen bei Stadtentwicklung mitreden, brauchen aber Wissen und Unterstützung. Alle Texte wurden von Jugendlichen lektoriert, Design und Navigation wurden von ihnen getestet. Drei Entwicklungsphasen, viele Rückmeldeschleifen, ein gemeinsames Ziel: Planungswissen jugendgerecht vermitteln. Ein erster kleiner Schritt ist gemacht.
Wer steckt hinter diesem Projekt?
Das Projektteam setzt sich aus Architektinnen, Stadtplanerinnen und Stadtforscherinnen mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten in Praxis, Lehre und Forschung zusammen. Auftraggeberin ist die Wüstenrot Stiftung.
Studio Malta, Aida Nejad
Studio Malta ist in den Bereichen Stadtplanung, Architektur und Design tätig und arbeitet in planerischen, gestalterischen und partizipativen Prozessen. Das Tätigkeitsfeld umfasst die Bearbeitung komplexer Fragestellungen der Stadtentwicklung über die Konzeption und Realisierung architektonischer und städtebaulicher Projekte bis hin zu experimentellen Interventionen. Hierbei werden stets koproduktive und kokreative Planungs- und Umsetzungsprozesse vereint.
Aida Nejad studierte an der TU Braunschweig sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Architektur mit Vertiefung Stadtplanung. Sie lehrte und forschte an der TU Kaiserslautern am Lehrstuhl Stadtplanung (2017–2021) und an der Universität Stuttgart am Städtebau-Institut, Lehrstuhl Theorien und Methoden der Stadtplanung (2024–2025). Als Gründungspartnerin bei Studio Malta arbeitet sie forschend, konzeptionell und gestalterisch an Fragen der Stadtentwicklung – zwischen Theorie und Praxis. Im Mittelpunkt ihrer Projekte stehen künstlerische, koproduktive und transdisziplinäre Prozesse in unterschiedlichen Mastäben.
Isabelle Willnauer
Isabelle Willnauer studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart (Doppelabschluss). Sie arbeitet als Stadtforscherin an der Schnittstelle von Praxis und Wissenschaft zu den Themen Koproduktion, Planungskultur und Wohnen. Der kreative Mix klassischer qualitativer Methoden mit maßgeschneiderten fallbezogenen Formaten kennzeichnet ihre Arbeitsweise. Brückenschläge zwischen Planungstheorie und Planungspraxis sind ihr ein Anliegen. Sie war Akademische Mitarbeiterin am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart, Fachgebiet Grundlagen der Orts- und Regionalplanung (2016–2019) sowie am Lehrstuhl für Theorien und Methoden der Stadtplanung (2020–2023). Dort forschte sie zu Großwohnsiedlungen der Nachkriegsmoderne und zur neuen Wohnungsfrage. Sie konzipierte eigene Lehrveranstaltungen zu aktuellen Themen mit planungstheoretischer Brille. In ihrem Promotionsvorhaben untersucht sie die Dynamiken und Mechanismen bottom-up-initiierter, konflikthafter Koproduktion.
Verena Loidl (Beratung)
Verena Marie Loidl ist Stadtplanerin und forscht an der Schnittstelle von Stadtraum, Gesellschaft und Transfer. In ihrer Dissertation „Resonanz und Raum“ untersucht sie, wie aus der qualitativen Erforschung des Wohnens neue Impulse für die Baupraxis entstehen können. Ihre Forschung fokussiert Einfamilienhausgebiete im Kontext sozialökologischer Transformation. Freiberuflich ist sie in der Vermittlung von Bau- und Planungskultur tätig und engagiert sich als Mitglied im gemeinnützigen Verein Neckarinsel.
Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp (Beratung)
Architektin und Stadtplanerin, Professorin für Städtebau und Stadtplanung an der Hochschule für Technik Stuttgart, Fakultät Architektur und Gestaltung. Sie forscht über Städtebau, Stadtentwicklung, öffentlichen Raum, Wohnungsbau sowie Planungs- und Baukultur. Im Mittelpunkt stehen Projekte im Schnittpunkt zwischen Forschung und Praxis unter Anwendung eines breiten Methodenportfolios. Sie ist als Fachpreisrichterin und Gestaltungsbeirätin tätig sowie in der Beratung von Stadtentwicklungsprozessen.
Wüstenrot Stiftung, PD Dr. Anja Reichert-Schick
Im Fokus der Wüstenrot Stiftung steht das materielle und immaterielle kulturelle Erbe. Sie sucht nach Wegen, wie sich unser Gemeinwesen den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft stellen kann. Ziel der Stiftung ist es, durch die Entwicklung und Verbreitung praxisorientierter Modelle Anstöße zu geben und positive Veränderungen zu bewirken. In ihren Projekten geht die Stiftung interdisziplinär, kooperativ, anwendungsorientiert und explorativ vor. Experimentelle Herangehensweisen und ergebnisoffene Prozesse zeichnen ihre Arbeit in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern aus. In ihren Themengebieten konzipiert und realisiert sie stiftungseigene Projekte und fördert die Ideen und Vorhaben anderer Institutionen. Anja Reichert-Schick leitet in der Wüstenrot Stiftung die Themengebiete Zukunftsfragen und Bildung. Sie ist Geographin mit einem Schwerpunkt in der Regional- und Stadtentwicklung.
Jugendliche
Anna, Antonia, Charlotte, Chawa, Diana, Ela, Ella, Emilia, Francesco, Fridolin, Habiba, Hanna, Joel, Julian, Leonard, Leonardo, Marlon, Marius, Michael, Mia, Mimi, Noreen, Patrice, Patricia, Salomé, Jugendgemeinderat Stuttgart (2023–2025), Klasse 9a (2022) der Altenburg-Gemeinschaftsschule Stuttgart.
Begleitkreis
Anna Katharina Brinkschulte, Filmakademie Ludwigsburg – Leitende Dozentin Interactive Media
Bernd Schmid-Ruhe, Fachbereichsleiter Bildung der Stadt Mannheim
Chris Binder, Künstler und Medienpädagoge
Jörg Freitag, Kulturzentrum Komma Esslingen – Leitung
Lars Zimmermann, Mifactori – Designer und Aktivist
Vanessa Fritz, Stuttgarter Jugendhaus gGmbH – Referentin für Partizipation
Levin Stadler (Gestaltung)
Levin Stadler studierte Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und arbeitet als selbstständiger Designer mit an Projekten für Kultur, Wissenschaft, Architektur und Wirtschaft. Seine Arbeiten im Grafikdesign wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Tokyo Type Director’s Club, dem Chaumont Design Festival und bei den 100 besten Plakaten D/A/CH. Sein Atelier hat er im Kunstverein Wagenhalle Stuttgart.
Simon Malz (Programmierung)
Simon Malz hat Kommunikationsdesign an der Hochschule Konstanz studiert. Als Designer arbeitet er an der Schnittstelle von Digitalem und Gedrucktem. Er entwirft Internetseiten, Bücher sowie Erscheinungsbilder für Museen, Kulturinstitutionen und Unternehmen. Er versteht Gestaltung als Möglichkeit, Inhalte zugänglich zu machen, Brücken zwischen Menschen zu bauen und Humor in den Alltag zu bringen. Seine Arbeitsweise beruht auf Wertschätzung und Verantwortung, denn gute Ergebnisse entstehen nicht im Alleingang, sondern durch eine angenehme Zusammenarbeit.
Hörstücke
Christian Bluthardt (Produktion und Sounddesign)
Yvy Pop (Sprecherin)
Gibt es eine Publikation zu diesem Projekt?
Die begleitende Publikation dokumentiert den koproduktiven Entwicklungsprozess von Super Places mit Jugendlichen als Expert*innen. Sie zeigt Methoden und Erkenntnisse zur planungskulturellen Bildung – einem oft vernachlässigten Teil der Baukultur. Das Handbuch richtet sich an Stadtplaner*innen, Verwaltungen und Jugendarbeiter*innen, die junge Menschen in Stadtentwicklung einbeziehen möchten. Die Publikation ist kostenfrei als PDF-Download und als gedrucktes Exemplar bei der Wüstenrot Stiftung erhältlich.